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Notizbuch Guide: Das richtige Notizbuch für DEIN Bullet Journal

Bist du auf der Suche nach einem neuen Bullet Journal, weil dein altes langsam voll wird? Oder möchtest du vielleicht sogar zum ersten Mal mit einem starten und fragst dich jetzt, worauf du beim Notizbuchkauf achten musst? Dann bleibt dran, dazu habe ich jetzt einige einfache Tipps!

Bei mir hat es gerade gepasst, dass ich zum Jahreswechsel auch ein neues Bullet Journal brauchte, also habe ich mich in den letzten Wochen viel mit dem Thema beschäftigt. Mein jetziges Notizbuch ist ein Leuchtturm 1917, aber obwohl ich damit sehr zufrieden bin, habe ich mich entschieden, mal ein neues auszuprobieren. Vor allem, nachdem ich mir die Fragen selbst beantwortet habe, die ich dir als Leitfaden hier mitgeben möchte.

An der Stelle sei kurz angemerkt, dass ich ein paar Notizbücher getestet habe und darum an der ein oder anderen Stelle auch Notizbücher nennen werde, auf die ein bestimmtes Merkmal zutrifft. Ich werde so oft danach gefragt und die meisten sich sehr dankbar für konkrete Tipps.

Schau dir gerne auch alle Tipps in diesem Video an!

Aber ich arbeite mit keiner der genannten Marken zusammen, habe also alle neutral getestet. Aber gleichzeitig ist die Liste natürlich nicht vollständig. Nutze diesen Artikel einfach als Orientierung und dann schau dich um, was es da draußen noch so gibt ?

Jetzt geht es aber los mit den ersten Tipps:

Format & Bindung

Du wirst feststellen, dass dieser Blogpost nicht nur aus drei kurzen Tipps besteht und das hat einen Grund: Denn beim Notizbuchkauf kann man mehr beachten, als du vielleicht denkst. Natürlich musst du nicht jeden Aspekt berücksichtigen, sondern kannst dir einfach die Dinge raussuchen, die für dich am wichtigsten sind.

Als erstes solltest du dich fragen, welches Format für dich das richtige ist. DinA5 ist ein sehr gängiges Format, das ich auch nutze. Ich finde es hat genau die richtige Mischung aus genug Platz und Handlichkeit. Trotzdem kann es sein, dass du lieber mehr Platz pro Seite haben möchtest und ein größeres Format besser passt. Oder du bist viel unterwegs und möchtest nicht so viel Gewicht mit dir rumschleppen? Dann könnte ein kleineres Format, wie etwa DinA6, für dich passen.

Beachte aber, dass es in einem gängigen Format wie DinA5 deutlich mehr Auswahl gibt als in Sonderformaten. Das könnte sich dann bei den anderen Aspekten zeigen. Auch innerhalb einer Angabe wie A5 gibt es kleinere Unterschiede. Beispielsweise hat das Leuchtturm 1917 ziemlich genau das Format A5, das Moleskine ist etwas schmaler, das Dingbats etwas breiter.

Außerdem musst du entscheiden, ob du ein Hardcover oder ein Softcover haben möchtest. Ich persönlich bevorzuge Hardcover. Ich habe irgendwie das Talent, dass meine Sachen relativ schnell etwas zerschlissen aussehen. Darum fühle ich mich mit einem Hardcover, wo die Seiten besser geschützt sind, einfach wohler.

Papier

Papier ist nicht gleich Papier. Da ich schon mein ganzes Leben male und zeichne, war mir eigentlich vorher schon klar, dass diese Aussage absolut wahr ist. Aber als ich jetzt einige Notizbücher verglichen habe, war ich doch wieder erstaunt, wie fein solche Unterschiede sein können, obwohl es doch alles Notizbuchseiten waren – und nicht ein so offensichtlicher Unterschied wie man bei Aquarellpapier und Druckerpapier erwarten kann.

Was ist also zu beachten? Ich finde der wichtigste Aspekt ist die Papierstärke – also wie dick das Papier ist. Denn je dünner das Papier, desto eher können Stifte durchdrücken und dann scheinen sie unschön auf der anderen Seite durch. Achte dabei auf Grammangaben zum Papier. Als Orientierung: Normales Druckerpapier hat 80g. Auch hier liegt das Leutturm 1917 wieder in der Mitte mit 80g, während das Moleskine etwas dünnere Seiten mit 70g hat. Notizbücher mit etwas dickeren Seiten sind beispielsweise das Scribbles That Matter und das Dingbats mit je 100g und das Lemome mit sogar 125g.

Wenn du das Notizbuch nicht online bestellst, sondern in einem Fachgeschäft vor Ort kaufst, dann kannst du auch darauf achten, wie sich das Papier anfühlt. Ich liebe schön glatte Oberflächen, weil Zeichnungen mit Finelinern darauf noch schöner aussehen. Auch auf die Farbe kannst du achten. Häufig steht auch online in der Beschreibung, ob die Seiten richtig weiß sind oder cremefarben.

Wenn man nur auf das Papier schaut, könnte es so aussehen, als ob Notizbücher mit dünneren Seiten einfach schlechter sind – aber das ist nicht unbedingt der Fall. Denn häufig bringen sie einen entscheidenden Vorteil mit sich, über den wir im nächsten Schritt nachdenken wollen.

Seiten

Häufig achtet man auf alles Mögliche beim Notizbuchkauf, aber nicht so sehr, wie viele Seiten das Buch eigentlich hat. Um ehrlich zu sein: Daran habe ich beim Kauf meines ersten Bullet Journals keinen Gedanken verschwendet. Aber diesmal hat mir genau dieser Punkt einiges Kopfzerbrechen bereitet.

Denn wenn das Buch zu wenige Seiten hat, kommt man damit kein ganzes Jahr hin. Das ist auch der Vorteil der Notizbücher mit dünneren Seiten, denn diese haben meistens auch mehr Blatt. Als Vergleich: Das Leuchtturm 1917 hat 250 Seiten, das Moleskine 240 – damit kommen die meisten gut ein Jahr aus. Das Scribbles That Matter hat 200, Dingbats und Lemome haben etwa 180.

Manche stört der Gedanke vielleicht gar nicht, mitten im Jahr das Notizbuch wechseln zu müssen und nicht ein und das selbe Bullet Journal zu haben, das sie für das ganze Jahr begleitet. Aber ich war lange hin und her gerissen, ob ich lieber etwas dickere Seiten haben möchte – oder ein Bullet Journal, dass das ganze Jahr reicht.

Letztlich habe ich mich für das stärkere Papier entschieden, weil ich mir offenhalten wollte, auch mal unterschiedliche Materialien auszuprobieren – zum Beispiel Aquarellfarben, die zu dünnes Papier schnell wellen, wenn man nicht sehr vorsichtig ist.

Ich habe mich darum entschieden, mit dem Dingbats aus der Earth Collection ins neue Jahr starten. Bei diesem Notizbuch hat mit auch die Oberfläche des Papiers und die Ausstattung seht gut gefallen.

Ausstattung

Und ja, es gibt tatsächlich noch mehr Dinge, die man bedenken kann… Denn es gibt noch einige Extras, die manche Notizbücher haben.

Besonders, wenn du mit einem Inhaltsverzeichnis arbeitest, ist es einfach Gold wert, wenn die Seiten deines Bullet Journals schon vornummeriert sind und du das nicht mehr machen musst. Und dann ist es auch nett, wenn schon ein Index vorgedruckt ist.

Einige Notizbücher haben auch ein Gummiband, mit dem man das Buch „zumachen“ kann. Das ist mir wieder super wichtig – denn wie du weißt, schaffe ich es irgendwie nie, meine Sachen so aussehen zu lassen, als wären sie gerade neu gekauft, obwohl ich sie schon ein paar Monate mit mir rumtrage. Ich hätte zu viel Angst, dass die Seiten in meiner Tasche alle verknicken, wenn dieses Gummiband nicht wäre. Was soll ich sagen: Manchmal sind es die kleinen Dinge…

Dann können Lesezeichenbänder, ein Stifthalter an der Seite oder eine Tasche hinten Im Bullet Journal sehr nützlich sein. Frage dich bei der Ausstattung vor allem, was dir in der alltäglichen Nutzung deines Bullet Journals am meisten weiterhelfen würde.

Frage dich immer, was für dich das wichtigste ist! Es sind nicht immer die Trendnotizbücher am besten, die scheinbar alle Bujo Begeisterten benutzen. Auch der Preis kann bei der Auswahl natürlich ein Rolle spielen. Finde für dich den besten Mittelweg zwischen allen Merkmalen, die dir wichtig sind. Es kann auch sehr helfen, das schriftlich zu machen!


Artikel geschrieben von Nicole

Bullet Journal Zubehör – Was brauchst du für den Anfang?

Du möchtest mit einem Bullet Journal starten? Prima! Jetzt stellt sich nur ganz schnell die Frage, was du dafür eigentlich brauchst. Zumindest ging es mir so, dass ich das ganze total spannend fand, mich aber erstmal gefragt habe, ob ich dafür viel Geld in die Hand nehmen muss?!

Die Antwort darauf lautet definitiv: Nein! Denn du kannst mit jedem beliebigen Notizbuch und einem Stift starten.

Es gibt noch eine ganze Menge, was du verwenden kannst, um dein Bullet Journal nach deinem eigenen Geschmack zu gestalten. In diesem Blogbeitrag konzentriere ich mich aber auf 3 Basics die für den Anfang wichtig sind. Und ein paar Tipps, welches Zubehör dir die Planung vereinfacht, habe ich auch für dich.

Hier kommen auch schon die wichtigsten Dinge und worauf du jeweils achten solltest:

Das Notizbuch

Damit fängt natürlich alles an. Ein Notizbuch zu kaufen klingt erstmal sehr simpel, aber wenn man loszieht, kann einen die Auswahl doch ein bisschen überfordern – kariert, punktiert, liniert, hardcover oder softcover, und dann gibt es noch jede Menge verschiedener Formate.

Für ein Bullet Journal würde ich dir auf jeden Fall empfehlen, die typische Punktierung zu wählen. Sie bietet eine bessere Orientierung auf der Seite als ein liniertes Layout. Aber gleichzeitig sind die Punkte unauffälliger als die durchgezogenen Linien bei karierten Seiten.

Mach dir auch Gedanken, welche Größe gut zu dir passt. Wenn du viel unterwegs bist und kleine Handtaschen liebst, ist ein Pocket Format für dich wahrscheinlich praktisch. Wenn du aber viel Platz für die Planung haben willst und gerne mehr auf einer Seite unterbringen möchtest, dann suche dir ein größeres Format aus. Ich selbst verwende ein A5 Format. Das hält für mich genau die richtige Mitte (und meistens habe ich Handtaschen, die dafür auch groß genug sind).

Ich empfehle dir außerdem darauf zu achten, dass dir die „Haptik“ des Notizbuches gefällt – wie fühlt sich das Papier für dich an, bleibt das Notizbuch offen auf dem Tisch liegen oder fällt es von selbst immer wieder zu (das kann nerviger sein, als man denkt!), ist das Papier stark genug?

Der Preis kann natürlich auch eine wichtige Rolle spielen. Frage dich hier vor allem, ob du das ganze erst ausprobieren möchtest, dann wäre es nicht so ein „Verlust“, wenn du eine günstigere Variante nimmst, falls du feststellst, dass Bullet Journaling dir doch nicht zusagt. Ich selbst war mir relativ sicher, dass mir das Bullet Journaling gefallen würde, daher habe ich auf etwas mehr Qualität geachtet und etwa 20 Euro für das Notizbuch ausgegeben. Immerhin wird es Erinnerungen für ein ganzes Jahr beherbergen.

Die Stifte

Der wichtigste Stift ist definitiv ein schwarzer Fineliner. Auch wenn ich viele verschiedene Stifte benutze, um Bullet Journal Seiten anzulegen, ist der einfache Fineliner der Stift, mit dem ich täglich arbeite und alles eintrage.

Du solltest darauf achten, dass er in deinem Bullet Journal nicht durchdrückt. Ich selbst arbeite auch gerne mit wasserfesten Finelinern, denn dann kann ich mit Markern oder anderen farbigen Stiften darüber gehen, um beispielsweise etwas hervorzuheben.

Außerdem finde ich es praktisch, neben einem Fineliner für jeden Tag auch noch weitere Stärken zu haben, sodass ich Überschriften größer Schreiben kann und die Schrift etwas dicker ist. Genauso eigenen sich natürlich auch etwas schmalere Fineliner, um kleinere Randnotizen hinzuzufügen oder mehr Text auf eine Seite zu bekommen, die schon etwas voller ist. Ich nutze verschiedene Stärken auch beim Zeichnen, ob für die Umrandung der Wochentage oder Zeichnungen, mit denen ich das Bullet Journal verziere.

Wie schon erwähnt, kann man außerdem noch Marker einsetzen. Das reicht von einfachen Textmarkern, über Filzstifte bis Künstlertuschestiften. Mir gefallen pastellige Farben gut, aber auch mit kräftigeren Farben habe ich schon experimentiert. Für den Start hatte ich mir eine große Packung mit Filzstiften besorgt.

Das bietet den Vorteil, dass man mehr Farbabstufungen hat. So ist es leichter, einen Farbton zu finden, der einem wirklich gefällt. Außerdem kann man so ein Layout ganz in einer Farbfamilie gestalten – wie etwa in Blau – hat aber trotzdem etwas Abwechslung, weil man verschiedene Blautöne einsetzen kann.

Praktische Helfer

Wenn man vor der weißen Seite eines leeren Bullet Journals sitzt, kann das schon etwas beängstigend sein – man möchte sich ja auf keinen Fall verschreiben. Ich glaube, da darf man – gerade zu Beginn – wirklich entspannter sein.

Denn ehrlich gesagt: Es wird passieren! Jedem von uns passiert es hin und wieder, dass er sich verschreibt im Bullet Journal. Das gehört dazu und ist gar nicht so schlimm, immerhin ist das Bullet Journal handmade!

Du siehst, man kann selbst bei diesen einfachen Basics auf einiges achten. Aber lass dich davon nicht abhalten, einfach zu starten – weniger optimierte Materialien tun es auch. Vor allem für den Anfang!

Um dem trotzdem ein bisschen entgegenzuwirken, kann man sich aber mit ein paar ganz einfachen Tools helfen. Dazu gehören vor allem Bleistift, Lineal und Radiergummi. Wenn du alles erst einmal mit einem Bleistift vorschreibst und vorzeichnest, kannst du viel entspannter an die weiße Seite rangehen. Im Zweifelsfall kannst du eben alles wieder wegradieren.

Für den Bleistift empfehle ich dir einen mittleren Härtegrad. Wenn der Bleistift zu hart ist, könnte er in das Papier kratzen, wenn er zu weich ist, kommt zu viel „Farbe“ auf das Papier und könnte verschmieren. Ich benutze gerne Bleistifte in der Stärke 2B.

Beim Radiergummi solltest du auf jeden Fall darauf achten, dass es keine farbigen „Schlieren“ zieht. Ein weißes eignet sich da vielleicht besser. Ich persönlich benutze sogar ein Knetradiergummi. Das ist tatsächlich von der Konsistenz wie Knete und hinterlässt keine Krümmel, was besonders angenehm ist.

Außerdem kann dir auch ein Lineal dabei helfen, möglichst grade Linien zu ziehen oder Schriftzüge schön mittig auf der Seite zu platzieren (falls du keine Lust hast, die Kästchen abzuzählen).


Artikel geschrieben von Nicole

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