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Category Archives for Bullet Journal Basics

Rapid Logging – Mehr in weniger Zeit schaffen

Zeit ist eine der kostbarsten Ressourcen die wir haben. Wäre es da nicht grandios, wenn wir eine Möglichkeit hätten, unsere Zeit besser zu nutzen und so weniger Zeit für unwichtige Dinge zu verschwenden?

Das Bullet Journal ist ein Werkzeug, das dir genau dabei hilft. Und innerhalb des Bullet Journals dient wohl nichts so sehr einer effektiven Planung wie das Rapid Logging!

In Verbindung mit dem Key hilft uns diese Methode die Aufgaben des Alltags zu strukturieren, keine zu vergessen und alles nach Wichtigkeit zu ordnen.

Rapid Logging geht wahnsinnig schnell und ist dadurch im Alltag super praktisch. Es sind keine aufwändigen Layouts nötig und jeder Tag bekommt so viel Platz, wie für die Planung eben nötig ist.

Klingt gut? Dann probiere Rapid Logging unbedingt einmal aus, wenn du es bisher noch nicht nutzt.

Schau dir gerne auch das passende Video auf meinem Youtube Kanal an!

Die Sprache des Bullet Journals

Rapid Logging kann auch als „Sprache des Bullet Journals“ bezeichnet werden. Dabei geht es darum, alle wichtigen Infos so kurz und knapp wie möglich zu halten – und das spart natürlich Zeit.

Dafür gibt es zwei Bestandteile: Zum einen kurze, prägnante Sätze und zum anderen die Symbole des Keys.

Wenn du mehr über den Key wissen willst, schau mal hier

Die Symbole im Key funktionieren wie ein Code oder eine Legende, die deine kurzen Eintragungen in verschiedene Kategorien einteilen. Übliche und für die Planung auch sehr praktische Kategorien sind Aufgabe, Termin und Notizen.

Ich persönlich nutze die Rapid Logging Methode vor allem für meine Tagesplanung. Aber im ursprünglichen System vom Ryder Carroll wird sie auch für die Aufgaben des Monats verwendet.

Auf das Wesentliche fokussieren

Ein sehr wichtiger Aspekt beim Rapid Logging ist es, unerledigte Aufgaben in den nächsten Monat, die nächste Woche oder auch auf den nächsten Tag zu übertragen. An dieser Stelle musst du dir dringend die Frage stellen: Ist diese Aufgabe wirklich noch wichtig oder kann ich sie eigentlich streichen?

Häufig denken wir, bestimmte Dinge tun zu müssen. Aber ist dir auch schonmal folgendes passiert:

Du dachtest von einer bestimmten Sache, sie sei wichtig und du müsstest sie dringend erledigen. Dann hast du es aber nicht geschafft und ein halbes Jahr später fällt dir auf, dass diese Sache völlig untergegangen und das Leben weitergegangen ist. Es hat sich herausgestellt, dass diese Sache gar nicht so wichtig war, wie du ursprünglich dachtest.

Mir ist das schon häufig passiert. Du glaubst nicht, wie lange man sehr gut ohne Fußleisten im Badezimmer leben kann. Ich habe auch festgestellt, dass ich doch noch auf dem Sofa entspannen kann, obwohl das Bücherregal mal wieder neu geordnet werden könnte…

Diese Beispiele sollen dir ein Gefühl dafür geben, dass es beim Rapid Logging auch darum geht, sich auf das wirklich Wesentliche zu konzentrieren.

Daily Log

Wie schon erwähnt, nutze ich Rapid Logging vor allem um meinen Tag zu planen. Darum möchte ich dir ein Beispiel aus einer von mir geplanten Woche geben.

Jeder Tag wird nacheinander für sich geplant. Um immer sicher zu gehen, dass jeder Tag genügend Platz bekommt, solltest du diese Planung täglich machen und den nächsten Tag erst planen, wenn du mit einem Tag fertig bist.

Ich plane den nächsten Tag immer abends. Dann weiß ich, was ich wirklich geschafft habe, was ich vielleicht in den nächsten Tag übertragen muss und außerdem hat es noch den sehr hilfreichen Effekt, dass ich morgens nie verplant in den Tag starte, sondern schon weiß, was jeweils ansteht.

Wie du siehst nutze ich die Symbole des Keys. Bei mir sind die meisten Einträge Aufgaben, die ich für die Arbeit erledigen muss. Aber auch Termine und Notizen schreibe ich in meine Daily Logs.

Auf dem Bild siehst du übrigens die Daily Logs wie sie auch in etwa im Original bei Ryder Carroll aussehen. Das ist natürlich sehr schlicht und nicht mit einem dekorativen Wochenlayout vergleichbar. Für mich habe ich aber einen guten Mittelweg gefunden:

Raum für Individualität

Was Bullet Journaling angeht, solltest du immer deinen eigenen Weg finden. Was für jemand anderes perfekt funktioniert, muss für dich noch lange nicht das Beste sein.

Ich muss gestehen, dass mir etwas fehlt, wenn meine Seiten im Bullet Journal so schlicht aussehen wie oben. Vorgezeichnete Wochenübersichten finde ich wunderschön, aber für meine Planung sind sie einfach unpraktisch, da ich mehr Platz für jeden Tag brauche.

Also ist die Lösung ein Mittelweg: Ich gestalte die Überschriften ein bisschen, was mich nicht allzu viel Zeit kostet, aber eine schöne Wirkung hat.

Außerdem kann man das schlichte Layout von oben noch durch weitere Listen ergänzen, die man auf die Woche beziehen möchte. Bei mir sind das Ziele, die ich mir für eine Woche setze. So teile ich die größeren Monatsziele in kleinere Schritte auf und habe bei der Tagesplanung im Blick, ob ich die wichtigsten Wochenziele auch verfolge.

Wenn du dir mehr Effektivität wünschst...

Das Bullet Journal hat wirklich das Potential, dir dabei zu helfen, dein Leben selbst in die Hand zu nehmen, deine Zeit gut zu nutzen und dich auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben zu konzentrieren.

Darum gibt es für alle, die sich wünschen mit dem Bullet Journal richtig durchzustarten, die Möglichkeit an der kostenlosen 7-Tage-Challenge teilzunehmen. Dort bekommst du jeden Tag wertvolle Impulse und Tipps, wie dir das gelingen kann und als Extra eine Checkliste, eine Ideensammlung oder ein Worksheet, um das gelernte auch umzusetzen.

Hier erfährst du mehr…


Artikel geschrieben von Nicole

Bullet Journal set up 2019 – die besten Layouts für den Jahreswechsel

Ein neues Jahr - ein neues Bullet Journal.

Das gilt zumindest für viele, die ein Bullet Journal haben. Und ganz besonders natürlich für die, die den Jahreswechsel gleich nutzen, um mit ihrem ersten Bullet Journal zu starten. Da stellt sich die Frage: Was soll rein ins Jahres set up? 

Ich denke es braucht vor allem die richtige Mischung für den Anfang eines Jahres. Planung, Ermutigendes, Platz für Erinnerungen, Reflexion, Überblick und Träume sollten möglichst alle darin Platz finden - gar nicht so leich umzusetzten...

Du findest mein komplettes Jahres set up auch auf Youtube!

Denn es gibt eine unzählige Menge an Möglichen Layouts, denen man einen der Ehrenplätze ganz vorne im neuen Bullet Journal geben könnte. Versuche also am besten aus den oben genannten Kategorien möglichst verschiedene dabei zu haben, je nachdem, welche dir persönlich am wichtigsten sind. 

Es wäre doch schade, wenn man viele Seiten für die Planung hat, alle anderen Kategorien aber auf der Strecke bleiben - es sei denn, einem sind die anderen Aspekte wirklich nicht wichtig. 

Damit du eine Vorstellung davon bekommst, was ich damit meine, zeige ich dir hier einfach mein set up für 2019. Und obwohl die Möglichkeiten so unendlich sind, gibt es doch ein Element, dass auf jeden Fall in ein Jahres set up gehört: Der Future Log.

Der Future Log: Planung im Voraus

Der Future Log ist der Ort im Bullet Journal, an dem wir alle weiter im Voraus liegende Termine eintragen können. Dieses Jahr bin ich besonders dankbar dafür, denn schon jetzt stehen einige Termine an, wie Urlaub und eine Hochzeit. 

Ich liebe Pfingstrosen und hätte sie am liebsten das ganz Jahr. Aber wenn es schon nicht in der Natur so funktioniert, kann ich wenigstens welche ins Bujo zeichnen!  Ich finde das Layout auch in schwarz wirklich schön - aber mein Mann Jonathan hatte einfach eine geniale Idee, als ich überlegte, ob ich die Pfingstrosen nicht doch kolorieren sollte:

"Male die Blumen doch so weit an, wie das Jahr voran schreitet." Die Idee gefliel mir sofort unfassbar gut, also werde ich es jetzt so machen - und die Blumen blühen dann Stück für Stück auf - zusammen mit dem Jahr.

Falls du gerne noch eine genauere Anleitung zum Future Log haben möchtest, dann schau gerne hier. 

Jahresübersicht: Alles im Blick

Ich finde es unfassbar praktisch, das ganze Jahr auf einen Blick sehen zu können. Viele finden es etwas gedoppelt, da man ja schon den Future Log hat. Aber ich komme immer wieder darauf zurück, wenn ich einen neuen Monat anlege oder wissen muss, welchen Wochentag wir an einem speziellen Datum haben. 

Etwas dass gerade für ein neues Jahr wahnsinnig gut passt, sind schön geletterte Zitate. Du kannst dir überlegen, welche Gedanken dich ins neue Jahr begleiten sollen. Mich hat der Spruch "The best is yet to come - das beste wird noch kommen" total begeistert. 

Schöne Handletterings eignen sich auch perfekt dazu, um sonst leere Seiten zu füllen, falls sich das bei der Aufteilung deiner Layouts ergibt - sie sind eine schöne Verzierung, bringen dich aber auch persönlich weiter, wenn du die richtigen Sprüche dafür wählst!

Vision, Ziele und Ermutigendes

"Die Richtung, in die du gehst, ist wichtiger, als die Geschwindigkeit, mit der du unterwegs bist." 

Kennst du das Gefühl, im Hamsterrad zu laufen, irgendwie immer beschäftigt, aber du hast nicht den Eindruck, auch voran zu kommen? Wahrscheinlich haben wir alle schonmal solche Zeiten erlebt. Ehrlich gesagt, war ich die letzten Jahren in einigen Bereichen nicht gerade zielstrebig.

Das schlimmste war, dass ich es nicht mal richtig gemerkt hatte - bis ich mich mehr mit dem Thema Ziele beschäftigte. Und vor allem anfing, Ziele in meinem Bullet Journal festzuhalten. Jetzt ist es für mich nicht mehr wegzudenken, mich zu fragen, was in einem neuen Monat oder einer neuen Woche das Wesentliche ist. 

Umso wertvoller ist es, sich zu Beginn eines Jahres die Frage zu stellen, was einem wirklich wichtig ist und was man in diesem Jahr erreichen möchte - ich kann es dir nur empfehlen!

Falls es dir schwer fällt, Ziele für dich zu finden und zu formulieren, dann habe ich etwas für dich, dass dir dabei weiterhelfen wird. Du kannst dich einfach kostenlos zur 7-Tage-Challenge anmelden. Dann bekommst du jeden Tag eine Mail Mit Tipps, wie du dein Bullet Journal noch besser nutzen kannst - und ein Tag beschäftigt sich auch damit, wie du deine Ziele findest!

Viel Platz für wertvolle Erinnerungen

Stell dir vor, wie du im Dezember 2019 gemütlich auf dem Sofa sitzt, mit einer Tasse Tee oder Kaffee in der Hand - und deinem Bullet Journal auf dem Schoß. 

Wie schön wird es sein, das Jahr nochmal revue passieren zu lassen, in Erinnerungen zu schwelgen. Ich freue mich jetzt schon darauf, wenn ich daran denke! Denn dieser Moment war auch schon mit meinem Bullet Journal aus 2018 wunderschön.

Darum musste für das Jahr 2019 auf jeden Fall ein Layout extra für Erinnerungen her! Polaroids sind dafür das perfekte Motiv: Sie sind leicht zu zeichnen, geben einen Rahmen vor, wo später für jeden Monat ein Bild eingeklebt werden kann und versprühen ein echtes Vintage-Feeling, das ideal zum Ausbewahren von Erinnerungen passt. 

Dafür brauchst du auch gar keine Polaroid-Kamera. Ich habe ehrlich gesagt auch keine. Ich werde mir einfach Bilder klein ausdrucken, diese dann ausschneiden und einkleben. Falls du eine Polaroid-Kamera hast - umso besser. Dann kannst du gleich Kästchen vorzeichnen, die so groß sind, wie eins der Polaroidbilder und die Monatsnamen später direkt auf die Polaroids schreiben. 

Ein Habit Tracker für das ganze Jahr?

Habit Tracker sieht man wirklich in allen Formen. DIe meisten beziehen sie wohl auf einen Monat, manche machen auch wöchentliche Habit Tracker. Aber als ich über das Jahres set up nachgedacht habe, kam mir eine Sache in den Sinn, die ich gerne einmal im Monat schaffen möchte: Einen Brief an unsere Patenkinder schreiben.

Das hat mich auf die Idee gebracht, diesen Tracker anzulegen. Er funktioniert wie andere Habit Tracker auch - nur das eine Zahl für einen ganzen Monat steht und nicht für einen Tag. 

Häufig lohnt es sich, erst darüber nachzudenken, was man braucht und worin einen das Bujo unterstützen soll (in meinem Fall: Erinnerung, den Patenkindern 1 mal im Monat zu schreiben) und dann zu überlegen, wie das funktionieren kann und welches Layout dabei weiterhilft. 

Das Beste aus dem alten Jahr mitnehmen

Wie ich dir schon erzählt habe, war es für mich ein wahrer Genuss, zwischen den Jahren nochmal ganz in Ruhe durch mein altes Bullet Journal zu blättern. 

Dabei sind mir so viele kostbare Gedanken und Zitate begegnet, dass ich die besten davon mit ins neue Jahr nehmen wollte. Also habe ich mir diese Dinge rausgeschrieben und dann davon nochmal die 12 wertvollsten ausgesucht. 

Diese haben dann auf dieser Seite einen Ehrenplatz im neuen Bujo bekommen. So habe ich diese Sammlung an Ermutigung, Weisheit und guten Entscheidungen, die ich 2018 getroffen habe, auch 2019 immer wieder vor Augen. 

Füge auch noch die Seitenzahl aus deinem alten Bujo hinzu. So kannst du jederzeit schauen, in welchem Kontext du ein Zitat aufgeschrieben hast oder zu welcher Zeit im Jahr du diesen Gedanken festgehalten hast. 

Wenn du 2018 schon ein Bullet Journal hattest, kann ich dir nur empfehlen, das auch zu machen - du wirst es nicht bereuen. 

Der etwas andere Kalender: Besondere Zeiten im Jahr

Irgendwie bin ich jedes Jahr wieder überrascht, wie schnell Weihnachten vor der Tür steht, fast so, als hätte man es gar nicht kommen sehen. Dabei kommt es doch jedes Jahr zu gleichen Zeit!

Und auch mit anderen Zeiten im Jahr kann es einem so gehen. 2019 möchte ich nicht mehr so verplant sein. Dafür ist dieser besondere Kalender da. Dort kann ich mit verschiedenen Farben Saisons im Jahr kennzeichnen und weiter im Voraus planen. 

Das ist vielleicht nicht für jeden wichtig, aber ich persönlich werde diesen Kalender bestimmt viel für die Planung hier auf dem Blog und andere Inhalte nutzen. 

Ein Platz zum träumen

Als letztes Layout für das set up 2019 habe ich mir noch etwas schönes ausgesucht. Denn wir sollten uns auch mal gönnen, einfach zu träumen. Es ist gut, wenn es auch Bereiche gibt, in denen sich nicht alles um Planung, Ziele und Dinge geht, die man erreichen möchte (so wichtig und wertvoll diese Dinge auch sind). 

Solche Seiten sind Orte zum träumen, wo wir keiner bestimmten Form gerecht werden müssen - darum hat die Seite auch nur eine Überschrift und ist ansonsten einfach leer. 

Wenn wir unsere Wünsche aufschreiben, hat das übrigens noch zwei entscheidende Vorteile:

  1. Wer schreibt, der bleibt: Wenn wir unsere Wünsche schriftlich festhalten, werden sie schon ein wenig konkreter, als sie nur in den Gedanken sind. 
  2. Nach einer Weile können wir uns fragen, ob dieser Wunsch überhaupt noch aktuell ist. Denn häufig denken wir in einem Moment, etwas unbedingt zu wollen und ein paar Wochen später haben wir es wieder vergessen - zumindest passiert mir das immer wieder. 

Also: Ich wünsche dir einen genialen Start in 2019!


Artikel geschrieben von Nicole

5 geniale Tipps für Bullet Journal Anfänger

Du möchtest mit dem Bullet Journal starten oder bist noch nicht so lange dabei? Gerade am Anfang kann man in einigen Punkten unsicher sein. Aber ich habe heute 5 Tipps für dich, die dir hoffentlich dabei helfen werden, deine Unsicherheiten zu überwinden und richtig durchzustarten.

Bullet Journaling bietet dir unheimlich viele Möglichkeiten und kann dein hilfreicher Begleiter im Alltag werden. Das möchtest du doch bestimmt nicht verpassen.

Die Tipps bauen übrigens aufeinander auf und du hast einen optimalen Start, wenn du sie in dieser Reihenfolge anwendest.

Tipp 1: Den Zweck bestimmen

Wofür möchtest du das Bullet Journal nutzen? Es kann eine Vielzahl von Dingen in sich vereinen: Kalender, To-Do-Liste, Ideensammlung, Gewohnheiten, Träume, Projektplanung, Tagebuch, Urlaubsplanung...

Da ist es hilfreich, sich vorab Gedanken zu machen, welche Funktionen das Bullet Journal für dich erfüllen soll, welche Dinge du darin festhalten willst und welche Dinge du vielleicht doch separat haben möchtest. Ich habe auch noch andere Journale, wie beispielsweise ein Tagebuch, in dem ich etwas ausführlicher schreiben kann.

Tipp 2: Inspiration sammeln

Du findest mich auch bei Instagram hier klicken

Um herauszufinden, was dir in Sachen Bullet Journaling gefällt und um neue Ideen zu finden, bietet das Internet unerschöpfliche Quellen.

Du kannst auf Pinterest, Youtube, Instagram und Blogs nach Inspiration suchen, je nachdem, was dir am meisten gefällt. Jede Plattform bietet auch ihre Vorteile.

Auf Pinterest findest du eine Menge Pinnwände, die schon zu bestimmten Themen rund ums Bullet Journal erstellt sind und du kannst sehr schnell deine eigenen Pinnwände erstellen, in denen du deine Lieblingsbilder sammelst. So kritallisiert sich schon ein Stil für dich heraus.

In Videos auf Youtube hat man oft die Möglichkeit beim Entstehen neuer Seiten zuzuschauen. Man kann also gleich sehen, wie die Seiten gestaltet werden, anstatt nur das Endergebnis zu haben.

Hat man Personen gefunden, deren Stil einem sehr gut gefällt, sind Instagram und Blogs super, denn hier finden sich quasi die gesammelten Werke einzelner Personen. Dabei würde ich Instagram eher nutzen, wenn ich mich einfach inspirieren lassen möchte und auf Blogs schauen, wenn ich mehr Informationen und Tipps haben will.

Tipp 3: Nicht unter Druck setzen lassen

Wenn man all die schönen Bilder von perfekten Bullet Journal Seiten auf Pinterest und Instagram sieht, kann man schon manchmal verzweifeln und denken: Das bekomme ich nie so hin!

Manchmal stimmt das gar nicht, denn es fehlt vielleicht nur etwas Übung. Manchmal stimmt es aber vielleicht schon.

Dazu kann ich nur sagen: Es ist völlig egal. Denn beim Bullet Journal geht es nicht um perfekte Seiten für Instagram, sondern um deinen ganz persönlichen Planer.

Jedes Bullet Journal ist so einizgartig wie sein Besitzer.

Wenn du dich „da draußen“ ein bisschen umschaust, um Inspiration zu finden, dann behalte im Hinterkopf: Es geht nicht um Perfektion!

Tipp 4: Keine Angst vor Fehlern

Auch zu diesem Tipp kann ich sagen: Es geht nicht um Perfektion! Jeder verschreibt sich mal im Bullet Journal.

Mein Bullet Journal ist voller Rechtschreibfehler, Überschriften, die nicht ganz mittig angeordnet sind und der ein oder andere Stift hat auch schon durch das Papier „gedrückt“, sodass die Farbe auf der anderen Seite zu sehen ist.Es ist eben alles „handmade“ (Handarbeit) und das darf man auch sehen.

Im Januar habe ich beispielsweise alle Wochentage falsch aufgeschrieben. Diese habe ich nämlich aus dem Handykalender abgeschrieben und bin dabei im falschen Jahr gelandet, sodass ich die Wochentage für 2019 in mein Set Up für Januar 2018 übertragen habe. Da mich dieser Fehler in der Planung wirklich durcheinander gebracht hätte, habe ich die falschen Wochentage mit Washitape überklebt und die richtigen daneben geschrieben.

Wer zu viel Angst vor Fehlern hat, der traut sich nicht, neue Dinge auszuprobieren und das ist wirklich schade. Denn im Bullet Journal ist es wirklich empfehlenswert immer wieder etwas neues zu versuchen.

Tipp 5: Einfach anfangen

Wenn wir etwas neues beginnen wollen, dann warten wir oft auf den perfekten Moment, um damit zu starten. Aber seinen wir mal ehrlich: Der wird nie kommen.

Es kann schon sein, dass es manchmal sinnvoll ist, erst ein Projekt zu Ende zu bringen, bevor man ein neues startet, aber da das Bullet Journal ein täglicher Begleiter ist, der dich in dem unterstützen soll, das du tust, lohnt es sich, sofort anzufangen.

Mache dich mit den wichtigsten Bestandteilen vertraut, lass dich ein bisschen inspirieren und leg einfach los. Am meisten lernst du dann beim Ausprobieren!

Um einfach anzufangen, solltest du auch nicht auf den nächsten Jahreswechsel warten. Du kannst zu jedem Zeitpunkt im Jahr mit dem Bullet Journal beginnen. Ich selbst habe im November mit dem Bullet Journal begonnen und war so froh darüber, dass ich mir diese Zwei Monate nicht habe entgehen lassen!


Artikel geschrieben von Nicole

VIER einfache Schriften – mit denen die Bullet Journal Gestaltung garantiert gelingt

Im Bullet Journal kann man herrlich gut verschiedene Schriften nutzen. Anstatt nur die normale Handschrift zu verwenden, gestaltet man vor allem Überschriften mit schön verzierten Buchstaben. Handlettering nennt man das ganze auch und es erfreut sich großer Beliebtheit.

Absolut zu recht wie ich finde!

Ich habe für mich vier verschiedene Schriften gefunden, die ich regelmäßig in meinem Bullet Journal einsetze. Dabei hat jede Schrift unterschiedliche Bereiche, in denen ich häufig zu ihr greife und manchmal ist es auch am schönsten, sie zu kombinieren.

Wenn man so richtig ins Handlettering einsteigt, gibt es unzählige Gestaltungsmöglichkeiten und häufig geht es darum, einen Spruch oder kleinen Text kunstvoll zu gestalten. Bei den Schriften, die ich dir hier vorstellen möchte, ist es mir aber wichtig, dass sie nicht lange und sehr aufwändig gemalt werden müssen, sondern man damit auch im Alltag mal eine Überschrift schreiben kann, ohne gleich Stunden investieren zu müssen.

Ich habe außerdem ein kleines Workbook mit Übungsseiten zu jeder meiner Schriften gemacht, denn ein bisschen Übung kann nicht schaden. Am Anfang habe ich mich noch oft verschrieben, weil ich mich mehr darauf konzentriert habe, wie ich die Buchstaben schreibe, als darauf, ob auch alle richtigen Buchstaben im Wort enthalten sind. Da gab es den ein oder anderen Buchstabensalat und peinlichen Rechtscheibfehler.

Wenn dir meine Schriften gefallen und du das Workbook gerne haben möchtest, kannst du dich kostenlos als Ladies Lounge Member anmelden und dir das Workbook in der Freebie-Bibliothek herunterladen. Dazu einfach auf diesen Banner klicken:

Jetzt aber zu den Schriften selbst. Ich möchte dir jetzt meine 4 Lieblingsschriften vorstellen: Welche Stifte verwende ich? Wo setze ich sie ein und was sind die besonderen Merkmale?

Außerdem habe ich jeder Schrift einen Namen gegeben, der sie ein bisschen beschreibt.

Brushlettering

Zugegeben, diesen Namen habe ich der Schrift NICHT gegeben. Brushlettering ist kaum wegzudenken, wenn man mit verschiedenen Schriften gestaltet, also musste ich es auch unbedingt ausprobieren. Man muss es etwas üben, mit einem Brushpen zu schreiben, aber die Regeln sind eigentlich ganz leicht:

Bei den Linien, die sich nach unten bewegen, drückt man mehr auf, sodass die Linie dicker wird. Die Linien, die man nach oben zieht, malt man mit sehr wenig Druck, sodass eine feine Linie entsteht.

Achte bewusst auf Varianten einzelner Buchstaben, die dir begegnen und merke dir diese oder sammle sie. Diese Varianten bieten dir die Möglichkeit, sehr individuelle Schriften für dich zu "entwerfen". Mein kleines "s" sieht in 3 der hier vorgestelleten Schriften unterschiedlich aus und die vierte hat gar keins, weil sie nur aus Großbuchstaben besteht.

Ich persönlich komme mit Brushpens, die eine Filzstiftspitze haben, nicht so gut zurecht. Da ich noch nicht so geübt bin, franst mir die Spitze bei diesen Stiften schnell aus. Brushpens mit Plastikspitze finde ich leichter zu benutzen, gerade für den Anfang. Ich nutze gerne den Tombow Fudenosuke mit der harten Spitze. Damit habe ich auch die Schriftzüge auf den Bildern gemacht.

Brushlettering benutze ich vor allem für größere Überschriften im Bullet Journal und fast immer schreibe ich damit den Monatsnamen auf eine neue Deckseite. Wenn ich mit einem Brushpen schreibe, sind vor allem das "s" und das "r" sehr auffällig in ihrer Form. Diese Buchstaben habe ich mehrfach in dieser Form gesehen und war begeistert. Häufig gibt es von Buchstaben Varianten, die uns gar nicht so bewusst sind, obwohl wir sie problemlos lesen können, wenn sie uns begegnen.

Kleine Schnörkelschrift

Diese schnörkelige Schrift ist der ersten recht ähnlich. Der größte Unterschied liegt aber daran, dass ich dafür einen normalen Fineliner benutze und die Linien dadurch alle schmal sind. In dieser Schrift verwende ich nur Kleinbuchstaben (auch Minuskeln genannt) und beginne und ende immer mit einem Bogen oder Schnörkel. Auch wenn ich zwei oder mehrere Wörter hintereinander schreibe, verbinde ich sie mit einer geschwungenen Linie.

Die Buchstaben passen fast alle ein eine Kästchenhöhe, nur Buchstaben mit "Längen", wie das t oder p, reichen über diese eine Kästchenhöhe hinaus. Besonders schön wirkt diese Schrift auch, wenn man sie ganz lang zieht, sofern der Platz es gerade zulässt.

Ich nutze diese Schrift häufig für meinen Habittracker, um die Gewohnheiten aufzuschreiben, die ich verfolgen will. Auch für Wochentage in fest angelegten Wochenübersichten habe ich diese Schrift schon genutzt. Da sie schon eine Linie als Anfang und Ende hat, kann man sie wunderbar mit anderen Linien verschmelzen lassen, so wie in der Wochenübersicht oben, bei der die Schrift Teil der Boxen für die einzelnen Tage wird.

Quadratisch-Praktisch

Diese Schrift ist sehr schlicht, vor allem im Vergleich zu den ersten beiden. Ich habe sie quadratisch-praktisch genannt, weil die Buchstaben eher gedrungen und breit sind, also meistens etwa in ein quadratisches Kästchen im Bullet Journal passen. 

Obwohl die Buchstaben von der Form alle Großbuchstaben sind, gibt es dennoch einen Unterschied zwischen Klein- und Großbuchstaben, denn ich schreibe große Buchstaben einfach etwas größer als die restlichen Buchstaben. In dem Wort "Redaktionsplan" oben im Bild kann man das ganz gut sehen. Diese Art von Schriften nennt man übrigens Kapitälchen.

Ich nutze sie eigentlich überall gerne. Für schlichtere Überschriften oder auch kleinere Überschriften, wenn oben auf der Seite schon eine aufwändigere Überschrift steht. Und vor allem kombiniere ich diese Schrift sehr gerne mit der Brushlettering Schrift. Auch das siehst du oben auf dem einen Bild. Ich liebe es, verschiedene Schriften zu kombinieren und dadurch nochmal einen ganz anderen Effekt zu bekommen.

Außerdem erweitert das natürlich die Gestaltungsmöglichkeiten. So muss ich nur 4 Schriften beherrschen, habe aber nicht nur 4 Möglichkeiten, einen Schriftzug im Bullet Journal zu gestalten. Ich achte immer darauf, dass ich eine schnörkelige mit einer schlichten Schrift kombiniere. Sonst sieht das ganze entweder zu überladen aus oder sehr schlicht.

Meine Wochenschrift

Auch meine Wochenschrift ist eher schlicht. Diesen Namen hat sie übrigens bekommen, weil ich sie bisher nur nutze, um Wochentage in der Wochenplanung aufzuschreiben. Entweder in einer fertigen Wochenübersicht die links auf dem Bild oder wie bei der Rapi Logging Methode rechts auf dem Bild, die ich zur Zeit nutze.

Ihr Hauptmerkmal ist, dass sie so langgezogen ist. Anstatt in ein quadratisches Kästchen zu passen, sind die Buchstaben zwei Kästchen hoch, aber meist nicht breiter als ein Kästchen. Alle Buchstaben sind groß und es gibt keinen Unterschied in der Größe.

Diese Schrift habe ich bisher noch nicht mit einer anderen Kombiniert, aber ich glaube sie würde sehr gut zu der Kleinen Schnörkelschrift passen!

Fazit

Im Bullet Journal kann man sehr gut verschiedene Schriften verwenden, wie wir gesehen haben. Wenn du dein Bullet Journal gerne kreativ gestaltest, dann kann ich dir das nur empfehlen! 

Immerhin besteht das BuJo aus Dingen, die wir aufschreiben: Termine, Aufgaben, Ideen, Gedanken und Notizen. Anstatt alles "nur" mit Zeichnungen und Washitape zu gestalten, ist es da doch viel schöner auch mit dem zu gestalten, das das Bullet Journal im Kern ausmacht: Die Schrift.

Ich finde es auch sehr praktisch, ein paar Schriften zu haben, die man immer wieder verwendet. So wird man darin geübter und verschreibt sich nicht so schnell. Wenn du dir ähnlich wie ich ein kleines Reportoir an verschiedenen Schriften anlegst, achte darauf, dass du genügend Abwechslung zwischen den Schriften hast und sie sich auch mal kombinieren lassen.

Und schließlich: Sei ganz entspannt, wenn du das Gefühl hast, nicht so richtig zu wissen, wie du dir eine Schrift "entwerfen" sollst. Ich habe diese 4 Schriften auch nicht bewusst als meine Bullet Journal Schriften ausgesucht. Mir ist vielmehr aufgefallen, dass ich immer wieder zu diesen Schriften greife und immer wieder dahin zurück komme.

Achte also ein bisschen darauf, dann wirst du das auch für dich herausfinden.

Natürlich darfst du dich auch gerne von meinen Schriften inspirieren lassen. Du bist herzlich eingeladen, kostenlos Ladies Lounge Member zu werden und dir in der Freebie-Bibliothek im Memberbereich das Workbook zu meinen Schriften herunterzuladen.


Artikel geschrieben von Nicole

Notizbuch Guide: Das richtige Notizbuch für DEIN Bullet Journal

Bist du auf der Suche nach einem neuen Bullet Journal, weil dein altes langsam voll wird? Oder möchtest du vielleicht sogar zum ersten Mal mit einem starten und fragst dich jetzt, worauf du beim Notizbuchkauf achten musst? Dann bleibt dran, dazu habe ich jetzt einige einfache Tipps!

Bei mir hat es gerade gepasst, dass ich zum Jahreswechsel auch ein neues Bullet Journal brauchte, also habe ich mich in den letzten Wochen viel mit dem Thema beschäftigt. Mein jetziges Notizbuch ist ein Leuchtturm 1917, aber obwohl ich damit sehr zufrieden bin, habe ich mich entschieden, mal ein neues auszuprobieren. Vor allem, nachdem ich mir die Fragen selbst beantwortet habe, die ich dir als Leitfaden hier mitgeben möchte.

An der Stelle sei kurz angemerkt, dass ich ein paar Notizbücher getestet habe und darum an der ein oder anderen Stelle auch Notizbücher nennen werde, auf die ein bestimmtes Merkmal zutrifft. Ich werde so oft danach gefragt und die meisten sich sehr dankbar für konkrete Tipps.

Schau dir gerne auch alle Tipps in diesem Video an!

Aber ich arbeite mit keiner der genannten Marken zusammen, habe also alle neutral getestet. Aber gleichzeitig ist die Liste natürlich nicht vollständig. Nutze diesen Artikel einfach als Orientierung und dann schau dich um, was es da draußen noch so gibt ?

Jetzt geht es aber los mit den ersten Tipps:

Format & Bindung

Du wirst feststellen, dass dieser Blogpost nicht nur aus drei kurzen Tipps besteht und das hat einen Grund: Denn beim Notizbuchkauf kann man mehr beachten, als du vielleicht denkst. Natürlich musst du nicht jeden Aspekt berücksichtigen, sondern kannst dir einfach die Dinge raussuchen, die für dich am wichtigsten sind.

Als erstes solltest du dich fragen, welches Format für dich das richtige ist. DinA5 ist ein sehr gängiges Format, das ich auch nutze. Ich finde es hat genau die richtige Mischung aus genug Platz und Handlichkeit. Trotzdem kann es sein, dass du lieber mehr Platz pro Seite haben möchtest und ein größeres Format besser passt. Oder du bist viel unterwegs und möchtest nicht so viel Gewicht mit dir rumschleppen? Dann könnte ein kleineres Format, wie etwa DinA6, für dich passen.

Beachte aber, dass es in einem gängigen Format wie DinA5 deutlich mehr Auswahl gibt als in Sonderformaten. Das könnte sich dann bei den anderen Aspekten zeigen. Auch innerhalb einer Angabe wie A5 gibt es kleinere Unterschiede. Beispielsweise hat das Leuchtturm 1917 ziemlich genau das Format A5, das Moleskine ist etwas schmaler, das Dingbats etwas breiter.

Außerdem musst du entscheiden, ob du ein Hardcover oder ein Softcover haben möchtest. Ich persönlich bevorzuge Hardcover. Ich habe irgendwie das Talent, dass meine Sachen relativ schnell etwas zerschlissen aussehen. Darum fühle ich mich mit einem Hardcover, wo die Seiten besser geschützt sind, einfach wohler.

Papier

Papier ist nicht gleich Papier. Da ich schon mein ganzes Leben male und zeichne, war mir eigentlich vorher schon klar, dass diese Aussage absolut wahr ist. Aber als ich jetzt einige Notizbücher verglichen habe, war ich doch wieder erstaunt, wie fein solche Unterschiede sein können, obwohl es doch alles Notizbuchseiten waren – und nicht ein so offensichtlicher Unterschied wie man bei Aquarellpapier und Druckerpapier erwarten kann.

Was ist also zu beachten? Ich finde der wichtigste Aspekt ist die Papierstärke – also wie dick das Papier ist. Denn je dünner das Papier, desto eher können Stifte durchdrücken und dann scheinen sie unschön auf der anderen Seite durch. Achte dabei auf Grammangaben zum Papier. Als Orientierung: Normales Druckerpapier hat 80g. Auch hier liegt das Leutturm 1917 wieder in der Mitte mit 80g, während das Moleskine etwas dünnere Seiten mit 70g hat. Notizbücher mit etwas dickeren Seiten sind beispielsweise das Scribbles That Matter und das Dingbats mit je 100g und das Lemome mit sogar 125g.

Wenn du das Notizbuch nicht online bestellst, sondern in einem Fachgeschäft vor Ort kaufst, dann kannst du auch darauf achten, wie sich das Papier anfühlt. Ich liebe schön glatte Oberflächen, weil Zeichnungen mit Finelinern darauf noch schöner aussehen. Auch auf die Farbe kannst du achten. Häufig steht auch online in der Beschreibung, ob die Seiten richtig weiß sind oder cremefarben.

Wenn man nur auf das Papier schaut, könnte es so aussehen, als ob Notizbücher mit dünneren Seiten einfach schlechter sind – aber das ist nicht unbedingt der Fall. Denn häufig bringen sie einen entscheidenden Vorteil mit sich, über den wir im nächsten Schritt nachdenken wollen.

Seiten

Häufig achtet man auf alles Mögliche beim Notizbuchkauf, aber nicht so sehr, wie viele Seiten das Buch eigentlich hat. Um ehrlich zu sein: Daran habe ich beim Kauf meines ersten Bullet Journals keinen Gedanken verschwendet. Aber diesmal hat mir genau dieser Punkt einiges Kopfzerbrechen bereitet.

Denn wenn das Buch zu wenige Seiten hat, kommt man damit kein ganzes Jahr hin. Das ist auch der Vorteil der Notizbücher mit dünneren Seiten, denn diese haben meistens auch mehr Blatt. Als Vergleich: Das Leuchtturm 1917 hat 250 Seiten, das Moleskine 240 – damit kommen die meisten gut ein Jahr aus. Das Scribbles That Matter hat 200, Dingbats und Lemome haben etwa 180.

Manche stört der Gedanke vielleicht gar nicht, mitten im Jahr das Notizbuch wechseln zu müssen und nicht ein und das selbe Bullet Journal zu haben, das sie für das ganze Jahr begleitet. Aber ich war lange hin und her gerissen, ob ich lieber etwas dickere Seiten haben möchte – oder ein Bullet Journal, dass das ganze Jahr reicht.

Letztlich habe ich mich für das stärkere Papier entschieden, weil ich mir offenhalten wollte, auch mal unterschiedliche Materialien auszuprobieren – zum Beispiel Aquarellfarben, die zu dünnes Papier schnell wellen, wenn man nicht sehr vorsichtig ist.

Ich habe mich darum entschieden, mit dem Dingbats aus der Earth Collection ins neue Jahr starten. Bei diesem Notizbuch hat mit auch die Oberfläche des Papiers und die Ausstattung seht gut gefallen.

Ausstattung

Und ja, es gibt tatsächlich noch mehr Dinge, die man bedenken kann… Denn es gibt noch einige Extras, die manche Notizbücher haben.

Besonders, wenn du mit einem Inhaltsverzeichnis arbeitest, ist es einfach Gold wert, wenn die Seiten deines Bullet Journals schon vornummeriert sind und du das nicht mehr machen musst. Und dann ist es auch nett, wenn schon ein Index vorgedruckt ist.

Einige Notizbücher haben auch ein Gummiband, mit dem man das Buch „zumachen“ kann. Das ist mir wieder super wichtig – denn wie du weißt, schaffe ich es irgendwie nie, meine Sachen so aussehen zu lassen, als wären sie gerade neu gekauft, obwohl ich sie schon ein paar Monate mit mir rumtrage. Ich hätte zu viel Angst, dass die Seiten in meiner Tasche alle verknicken, wenn dieses Gummiband nicht wäre. Was soll ich sagen: Manchmal sind es die kleinen Dinge…

Dann können Lesezeichenbänder, ein Stifthalter an der Seite oder eine Tasche hinten Im Bullet Journal sehr nützlich sein. Frage dich bei der Ausstattung vor allem, was dir in der alltäglichen Nutzung deines Bullet Journals am meisten weiterhelfen würde.

Frage dich immer, was für dich das wichtigste ist! Es sind nicht immer die Trendnotizbücher am besten, die scheinbar alle Bujo Begeisterten benutzen. Auch der Preis kann bei der Auswahl natürlich ein Rolle spielen. Finde für dich den besten Mittelweg zwischen allen Merkmalen, die dir wichtig sind. Es kann auch sehr helfen, das schriftlich zu machen!


Artikel geschrieben von Nicole

Wochenübersichten – 5 Layout Ideen

In der Wochenübersicht - auch weekly spread genannt - geht es an die Detailplanung im Bullet Journal. Es ist Platz für all die Termine und genauen To-Do-Listen für jeden Tag. Dabei gibt es ein paar Dinge, die man beachten sollte, wenn man sich für ein Layout entscheidet, denn jedes Layout hat bestimmte Stärken. 

Auf meinem Youtube Kanal findest du auch Video-Anleitungen für Wochenübersichten!

Aber natürlich kannst du auch hier jede Menge austesten. Das würde ich dir dringend raten, denn so findest du über die Zeit heraus, welches Layout du wann am besten einsetzen kannst.

Um das passende Layout für dich zu finden, kannst du dir folgende Fragen stellen:

  • Habe ich diese Woche mehr Termine oder mehr To-Do´s?
  • Möchte ich lieber eine To-Do-Liste für die ganze Woche oder für jeden Tag eine? Oder will ich gar keine?
  • Möchte ich noch andere Elemente in die Wochenplanung aufnehmen, wie ein Essensplan, eine Einkaufsliste oder Platz für allgemeine Notizen?
  • Wie viel Zeit habe ich, um meine neue Woche anzulegen?

Diese Fragen können von Woche zu Woche andere Antworten haben. Das ist aber gar kein Problem. Je mehr du ausgetestet hast, desto größer ist deine Auswahl an Layouts und du kannst für jede Woche das passende wählen.

Ich möchte dir heute 5 Layouts vorstellen, mit denen ich schon geplant habe, sodass du frische Ideen bekommst und gleich sehen kannst, welches Layout für dich gerade passt, wenn du die oben stehenden Fragen beantwortet hast.

Starten wir gleich mit Layout Nr. 1!

Keine Termine mehr durcheinander bringen!

Diese Layout ist besonders geeignet, wenn du viele Termine hast. Für Montag bis Samstag bietet es die Möglichkeit Termine für vormittags, nachmittags und abends einzutragen. Das sind die drei Bereiche direkt unter dem Namen des Wochentags, die durch gestrichelte Linien abgetrennt sind.

In dem Feld darunter (das mit durchgezogener Linien abgetrennt ist), hast du auch noch Platz. um für jeden Tag eine kleine To-Do-Liste zu schreiben. Hier gibt es also keine allgemeine für die ganze Woche, sondern kurze Listen für jeden Tag.

Da nur 6 Tage so nebeneinander passen, ist der Sonntag ganz anders vom Layout. Für viele ist er ein freier Tag und daher reicht eine solche Fläche dafür aus.

Außerdem ist auf der anderen Seite noch Platz für allgemeine Notizen. Du könntest aber auch gut einen Essensplan dort anlegen. Da das Layout der Box wie beim Sonntag auch quer ist, eignet sich dieser Platz allerdings weniger für Listen.

Viel Platz für Extras

Dieses Layout hat einen ganz klaren Fokus auf Extras, die weniger die Planung der einzelnen Tage im Blick haben, als vielmehr die ganze Woche betreffen. Dafür fällt der Platz für die Wochentage deutlich kleiner aus.

Wenn du nicht viele Termine hast und vielleicht gerade an einem Projekt arbeitest, das diese Woche wichtig ist, dann könnte diese Übersicht für dich perfekt passen. Die Extras können auch einzelne Arbeitsschritte oder Teile eines Projekts beschreiben, die du dann abhaken kannst.

Wenn am Wochenende beispielsweise eine große Geburtstagsparty oder Familienfeier ansteht, für die du einiges vorbereiten musst, dann könntest du gut eine allgemeine Einkaufsliste zum abhaken, eine To-Do-Liste für die ganze Woche und Platz für Notizen und wichtige Gedanken zur Feier gebrauchen.

Gleichmäßige Planung für jeden Tag

Mit dieser Übersicht habe ich selbst schon sehr oft gearbeitet. Bei ihr sind im Gegensatz zum ersten Beispiel alle Tage gleich groß und bieten viel Platz. Ich habe den kleineren Teil der Box für To-Do´s und den großeren für die restliche Planung verwendet. Aber du könntest auch eine andere Aufteilung wählen. Beispielsweise in Termine und Aufgaben für die Arbeit und solche, die Privat sind.

Der Strich, der die Boxen in zwei Teile teilt kann aber auch weggelassen werden. Wenn du kein Fan von To-Do-Listen bist und diese in deiner Alltagsplanung keine Rolle spielen, passt dieses Layout vielleicht gut.

Ein weiterer Vorteil - und wahrscheinlich auch einer der Hauptgründe, warum ich dieses Layout häufig verwendet habe - ist, dass es sehr schnell angelegt ist. Die Boxen sind schnell gezeichnet, dann noch schnell die Wochentage kennzeichnen und du kannst mit der Planung loslegen!

Wenn es mal schnell gehen muss...

Dieses Layout ist mein absolutes Ich-habe-für-mehr-gerade-keine-Zeit-Layout!

Die Boxen für die einzelnen Tage habe ich gar nicht abgezählt, sie sind nicht gleichmäßig groß und dürfen auch einfach mal richtig unperfekt sein.

Trotzdem bietet auch dieses Layout noch ein paar mehr Vorteile. So kann man die unterschiedlichen Größen der Boxen nutzen, um Tage für die man mehr Platz braucht direkt größer anzulegen, was in den anderen Layouts nicht so gut funktionieren würde.

Außerdem bietet auch diese Übersicht die Möglichkeit noch das ein oder andere Extra einzufügen. Da in den einzelnen Tagen nicht viel Platz für To-Do´s ist, habe ich mich hier für eine Wochen-To-Do-Liste entschieden und habe dann noch einen Essensplan gewählt.

Königin der To-Do´s

Hast du in einer Woche richtig viele To-Do´s, die du im Auge behalten musst, dann ist dieses Layout sehr empfehlenswert. Denn darin stehen die täglichen To-Do-Listen klar im Vordergrund.

Dafür sind die einzelnen Tage nicht in Zeitabschnitte unterteilt und die sonstige Tagesplanung hat nicht ganz so viel Platz. Leider ist es auch etwas zeitaufwändiger, die ganzen Linien für die To-Do-Listen zu zeichnen. Aber wenn du nicht so unter Zeitdruck stehst und Spaß am zeichnen hast, dann brauchst du nur ein kleines bisschen Ausdauer =)

Falls es dir aber zu Aufwändig ist, all die Linien zu zeichnen, dann kannst du sie auch weglassen, denn die kleinen Kreise zum abhaken der To-Do´s geben eine Orientierung zum schreiben.

Starte mit einem guten Plan in die neue Woche!

Ich hoffe diese Layout Ideen haben dir schon weitergeholfen. Ich möchte dir aber gerne noch ein paar Tipps mitgeben.

Ich merke selbst, wie viel produktiver ich bin, wenn ich mir klare Pläne mache und Ziele setze. Das gilt nicht nur für die Monatsplanung, sondern auch für die einzelnen Wochen und Tage.

Nimm dir beispielsweise am Sonntag Zeit, um die neue Woche anzulegen und zu planen. Je mehr du dir dafür Zeit nimmst, desto mehr Zeit sparst du im Alltag, denn du hast einen genauen Fahrplan, der dir dabei hilft, nicht ständig rechts und links "abzubiegen", wo Ablenkungen warten.

Wenn du mehr Zeit und Ruhe für deine Planung hast, dann fällt es dir bestimmt auch leichter, ein bestimmtes Layout zu wählen, weil du dir mehr Gedanken darüber gemacht hast, was in der Woche ansteht und wie du die Fragen vom Anfang des Artikels für diese Woche beantworten würdest.

Richte dir eine feste Zeit für deine Wochenplanung ein - z.B. am Sonntag oder Montag Morgen. Dann stelle dir für jede neue Woche die oben genannten Fragen, um das passende Layout zu finden.

Ich hoffe ich konnte dir mit diesen Tipps weiterhelfen und dich inspirieren. Stelle mir deine Fragen gerne in den Kommentaren. Wenn du außerdem noch regelmäßige Tipps rund um das Thema Bullet Journaling der Mail bekommen möchtest, darfst du dich gerne kostenlos als Ladies Lounge Member anmelden. Darin enthalten ist mein Newsletter und der Zugang zur Freebie-Bibliothek.


Artikel geschrieben von Nicole

5 Arten von Monatsübersichten

Neben dem Key und dem Future Log gehört auch die Monatsübersicht (oder auch monthly spread genannt) zu den Grundelementen im Bullet Journal. Sie bietet einen Überblick über den ganzen Monat, sodass man alle Termine auf einen Blick finden kann.

Auch hier gibt es jede Menge Gestaltungsmöglichkeiten – wie immer im Bullet Journal. Darum habe ich ein paar Ideen für dich.

Ich hoffe du findest Inspiration für dein eigenes Bujo!

Der Klassiker

Diese Monatsübersicht kommt einem klassischen Kalender sehr nahe. Es ist nicht allzu aufwändig, sie anzulegen.

Ich würde dir empfehlen, vorher die Kästchen abzuzählen und dir Orientierungspunkte mit einem Bleistift zu machen, dann kannst du die Linien mit einem Lineal ziehen. Wenn du dich dabei noch an den Punkten im Bullet Journal orientierst, ist es gar nicht schwierig, dass alles gerade und ordentlich aussieht. Meine Felder sind hier 6x6 Kästchen groß.

Praktisch finde ich bei dieser Übersicht, dass man die einzelnen Wochen sehr schnell erkennen kann.

Verschiedene Lebensbereiche planen

Manchmal ist es wirklich praktisch, wenn man verschiedene Bereiche des Lebens in seinem Planer aufteilen kann, um alles etwas zu „entzerren“. So entsteht weniger Chaos und man bekommt auch mental leichter eine Trennung zwischen Freizeit und Arbeit hin. Bisher habe ich schon oft mit dieser Monatsübersicht gearbeitet. Für mich war eine Aufteilung in „Youtube“ und „Privat“ sehr praktisch.

Vielleicht hast du ja auch zwei Bereiche, die du gerne in der Planung trennen möchtest. Dann passt diese Übersicht zu dir. Und das gute ist: Obwohl man die Bereiche aufgeteilt hat, hat man alles im Blick und kann so vermeiden, dass sich Termine aus den verschiedenen Bereichen überschneiden!

Der Klassiker 2.0

Mit dieser Monatsübersicht arbeite ich aktuell in meinem Bullet Journal. Eigentlich ist sie der klassischen Übersicht sehr ähnlich. Ich habe die geraden Linien durch diese Kästchen mit abgerundeten Ecken ersetzt.

Das ist etwas mehr Arbeit und die Felder zum eintragen werden dadurch etwas kleiner (5x5 Kästchen), aber mir gefällt diese Übersicht optisch sehr gut.

Ich mag diesen „handmade look“, der durch die Linien entsteht, die nicht mit dem Lineal gezogen sind.Und bisher bin ich auch mit dem Planungsplatz gut zurecht gekommen.

Mehr Platz für jeden Tag

Diese Übersicht bietet mehr Platz für jeden Tag. Anstatt alle Tage untereinander zu schreiben, was natürlich auch eine Variante ist, habe ich mich dafür entschieden, zwei Spalten zu machen. Dadurch hat man nicht eine längere Zeile für jeden Tag, sondern zwei Zeilen.

Das kann denke ich viel praktischer sein, denn ich finde es immer hilfreich, wenn man Termine oder To-Do´s untereinander schreiben kann. So sieht man auf einen Blick, dass es sich um zwei Eintragungen handelt und es ist für jeden Tag Platz für zwei Eintragungen. Die Detailplanung findet dann in der Wochenübersicht statt.

Jede Menge Kreativität

Im Bullet Journal kann man alles auch sehr kreativ und ausgefallen gestalten. Dies ist dafür nur ein Beispiel, das dir zeigen soll, wie anders eine Kalenderseite auch aussehen kann. Ob die Planung dadurch effektiver wird, müsste man wohl ausprobieren.

Aber ich finde es immer sehr wertvoll, über den Tellerrand zu schauen, auch mal extravagantes auszuprobieren und etwas quer zu denken.

Probiere über die Monate hinweg verschiedene Übersichten. Auch wenn dir eine sehr zusagt, kann es nicht schaden, auch mal etwas anderes zu probieren. Wer weiß – vielleicht passt ein anderes Layout noch besser zu deinen Bedürfnissen. Und schließlich vertreibt etwas Abwechslung ja auch Langeweile!


Artikel geschrieben von Nicole

3 Arten von Future Logs

Wenn ein neues Jahr vor der Tür steht, machen wir uns oft Gedanken über die Zukunft. Wir fragen uns, was die Ziele für das neue Jahr sind, was wir uns wünschen und wie wir das neue Jahr gestalten wollen. Aber nicht nur zum Jahreswechsel lohnt es sich, ein bisschen in die Zukunft zu schauen. Immer wieder mal aus dem Alltagstrott ausbrechen und auf größere Ziele schauen – das tut uns gut und gibt uns ein Gefühl für das große Ganze.

Auch im Bullet Journal widmet sich ein grundlegendes Element der Planung für die Zukunft – der Future Log.

Was ist der Future Log? Wie funktioniert er und wofür ist er da?

Der Future Log ist wie eine Übersicht für das ganze Jahr. Hier ist Platz, um Termine für die Zukunft einzutragen, einen Überblick über die Geburtstage zu haben oder Gedanken und Notizen zu den jeweiligen Monaten festzuhalten.

Natürlich kannst du einen Future Log auch nur für ein paar Monate anlegen, wenn du schon weißt, dass dein Notizbuch nicht für ein ganzes Jahr reichen wird oder wenn du mitten im Jahr startest (du musst nämlich nicht bis zum Jahreswechsel warten, um mit dem Bullet Journal zu starten!).

Außerdem kannst du die Übersicht auch ein bisschen ausdehnen, wenn du gerne weit im Voraus planst. Ich habe in meinem Bullet Journal nicht nur das Jahr 2018 angelegt, sondern auch noch die Monate Januar und Februar für das Jahr 2019, um Ende 2018 schon weiter planen zu können.

Im Future Log kannst du alles eintragen, dass du für die nächsten Monate festhalten möchtest. Da allerdings nicht viel Platz ist, ist es ratsam, sich auf die wichtigsten Dinge zu beschränken. So hast du eine Übersicht über die wichtigsten Ereignisse im Jahr.

Außerdem hat der Future Log noch eine weitere wichtige Funktion. Da die Monate in der Regel Stück für Stück angelegt werden, sind sie noch nicht vorhanden, um Termine einzutragen, die man schon weit im Voraus weiß. Diese kannst du im Future Log eintragen und wenn der jeweilige Monat angelegt wird, kannst du alles aus dem Future Log in die Monatsübersicht übertragen und behältst den Überblick.

Ich habe hier drei verschiedene Layouts für den Future Log für dich. Alle haben verschiedene Vor- und Nachteile. Steigen wir also sofort ein, sodass du überlegen kannst, welche Variante für dich am besten passt!

Variante 1: Platz für jeden Tag

Vorteile:
  • er bietet viel Platz!
  • Da alle Tage schon angelegt sind, bleiben sie in der richtigen Reihenfolge und die Eintragungen sind geordnet
  • Man sieht schnell, welcher Tag des Monats welcher Wochentag ist
Nachteile:
  • Jeder Tag hat nur eine Zeile Platz
  • Um die ganzen Tageszahlen und Wochentage anzulegen, braucht es etwas Zeit und Gebuld
  • Dadurch, dass der Future Log sich auf 6 Seiten erstreckt, leidet die Übersichtlichkeit etwas und man muss mehr blättern

Variante 2: Die praktische Monatsübersicht

Vorteile:
  • Es gibt eine kleine Monatsübersicht für jeden Monat, auf der du schnell die Wochentage erkennen kannst
  • Da es nicht in Spalten, sondern breiten Zeilen angeordnet ist, entstehen längere Zeilen für angenehmeres Schreiben
  • Der Platz für die Eintragungen ist nicht so starr vorgegeben und dadurch flexibler
Nachteile:
  • Je nachdem in welcher Reihenfolge Termine reinkommen, kann es sein, dass ein späterer Termin weiter oben steht und die Reihenfolge der Tage nicht mehr stimmt
  • Die Felder sind nicht sehr hoch, sodass nicht viele verschiedene Termine oder Ereignisse hinein passen, wenn man nicht Termine zusätzlich nebeneinander eintragen möchte
  • ohne zu blättern bekommt man auch hier nicht die Übersicht über das ganze Jahr

Variante 3: Alles auf einen Blick

Vorteile:
  •  Die ganze Jahresübersicht passt auf zwei Seiten und damit hat man alles im Blick ohne zu blättern
  • Durch das Hochformat der Felder passen mehr Termin pro Monat untereinander als in Variante 2
  • Dieser Future Log ist schnell und ohne viel Aufwand angelegt
Nachteile:
  • Es ist nicht viel Platz für Eintragungen, da die Felder sehr klein sind
  • Es ist keine Übersicht der Wochentage vorhanden
  • Die Spalten sind sehr schmal, was das Schreiben etwas anstrengender machen kann

Welcher Future Log passt zu mir?

Du siehst – alle Varianten haben ihre Vor- und Nachteile. Wieder kommt es darauf an, was dir wichtig ist. Ich persönlich verwende Variante 1 in meinem Bullet Journal.

Mich hat die Vorstellung gestört, dass ich vielleicht einen Termin für den 20. des Monats früher eintrage, als einen Termin für den 9. des Monats und dann stimmt die Reihenfolge nicht mehr. Dafür stört es mich nicht, wenn ich etwas blättern muss und im Future Log nicht das ganze Jahr im Überblick habe. Dafür habe ich mir einfach noch eine Jahresübersicht für das ganze Jahr auf einer Seite angelegt, wie du auf dem ersten Bild sehen kannst.

Frage dich vor allem, wie viel Platz du im Future Log brauchen wirst. Das hängt auch davon ab, was du hier eintragen möchtest: Nur Termine oder auch To-Do´s? Oder möchtest du noch Platz für eine Zielplanung oder all die Geburtstage von Familie und Freunden haben?

Falls du dein Bullet Journal sowieso nur für ein halbes Jahr benutzt, weil es etwas weniger Seiten hat oder du aus Erfahrung schon weißt, dass du mehr Platz brauchst, dann passt Variante 2 vielleicht gut, denn dann könntest du auch dort alles mit einem Blick erfassen.

Variante 3 könnte besonders gut passen, wenn du nicht all zu viel einzutragen hast und weniger Platz brauchst. Bei dieser Variante kann es auch eine gute Herausforderung sein, die Termine und Notizen auf den Punkt bringen zu müssen, da die Spalten so schmal sind. Das kann dabei helfen, die Dinge knapp auf den Punkt zu bringen.

Wenn du dich nicht ganz entscheiden kannst oder Bedenken hast, ob du mit dem Platz hinkommen wirst, dann kannst du für verschiedene Bereiche verschiedene Future Logs verwenden. Ich würde dann die Variante 1 für Termine benutzen und Variante 3, um alle Geburtstage von Familie und Freunden im Blick zu haben.


Artikel geschrieben von Nicole

Den eigenen Code entwickeln – der Key

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Hast du als Kind manchmal davon geträumt, eine Geheimsprache zu haben, eine Art Code? Vielleicht hast du dir sogar zusammen mit der besten Freundin etwas ähnliches ausgedacht. Eine richtige Geheimsprache hatten meine Freundinnen und ich in der Schule zwar nicht – aber gewisse Codewörter, von denen nur wir die eigentliche Bedeutung kannten.

Damals ging es wohl vor allem darum, sich gefahrenlos über heikle Themen wie Jungs zu unterhalten, aber trotzdem hat das ganze ja noch einen weiteren Effekt: In einem Wort ist alles gesagt. Das spart Zeit und macht Kommunikation effektiver.

Im Grunde funktionieren so auch alle Arten von Abkürzungen und Legenden. Und da das Bullet Journal vor allem effektiv sein sollte, darf genau das natürlich nicht fehlen: Ein eigener Code!

Schau dir gerne auch das Video auf meinem Youtube Kanal dazu an!

Der Key navigiert dich wie eine Legende durch dein Bullet Journal

Er steht ganz am Anfang des Journals und ordnet ein paar einfachen Symbolen verschiedene Bedeutungen zu. So kannst du mit ein paar knappen Symbolen viele Dinge ordnen. Die Legende, die alle deine Symbole und die dazugehörige Bedeutung zusammenfasst, wird auch Key genannt.

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Oben siehst du einen Vorschlag, wie du den Key gestalten könntest. Für eine Aufgabe wird ein Bullet Point gemalt. Das praktische daran ist, dass du aus diesem Punkt weitere Symbole zeichnen kannst, sodass du festhalen kannst, wie du mit der Aufgabe vorankommst.

Machst du ein Kreuz daraus, ist die Aufgabe erledigt. Schaffst du es nicht so schnell wie geplant, die Aufgabe zu erledigen, dann kannst du einen Pfeil daraus malen, der anzeigt, dass du diese Aufgabe mit in den nächsten Monat, die nächste Woche oder den Nächsten Tag nimmst.

Um Notizen zu machen, die weder eine Aufgabe noch ein Termin sind, kannst du einen Spiegelstrich machen. Für Termine eignet sich dann beispielsweise ein kleiner Kreis. Wenn der Termin vorbei ist, könntest du ihn auch abhaken, wenn du möchtest.

In diesem Key ist noch das ! dabei, um anzuzeigen, wenn etwas besonders dringlich ist.

Wie immer gilt: Überlege, was einen Bedürfnissen am besten dient, welche Funktionen oder Bedeutungen von Abkürzungen brauchst du im Alltag?

Das ist aber nur eine Möglichkeit, einen Key anzulegen. Wie immer gilt: Überlege, was einen Bedürfnissen am besten dient, welche Funktionen oder Bedeutungen von Abkürzungen brauchst du im Alltag? Und dann kannst du loslegen und einen eigenen Code entwickeln.

Wir alle verbinden mit verschiedenen Symbolen vielleicht andere Dinge, lass dich also davon leiten, was du intuitiv mit einem Symbol verbindest und nutze es entsprechend. Lass dich nicht irritieren, wenn du das Gefühl hast, alle anderen „Bulletjournaler“ benutzen dieses Symbol anders.

Der Erfinder des Bullet Journal Systems, Ryder Carroll, nutzt beispielsweise einen Stern * für Priorität, aber mir schien das Ausrufezeichen dafür irgendwie passender.

Mit dem Farbcode Kategorien festlegen

Bullet Journal Anleitung deutsch

Neben diesem klassischen Key kannst du noch einen anderen Code benutzen: Den Farbcode.

Eigentlich funktioniert er wie der Key mit den Symbolen, nur dass du statt eines Symbols eine bestimmte Farbe nutzt. Einen kleinen Unterschied gibt es vielleicht schon, denn ich finde der Farbcode eignet sich besser für Kategorien, wie Arbeit, Privates, Sport oder Freizeit.Auch hier solltest du dir Gedanken machen, was in deinem Alltag die wichtigsten Kategorien sind.

Ein riesen Vorteil beim Farbcode ist, dass man auf einen Blick erfasst, um welche Kategorie es sich handelt. Der Unterschied verschiedener Farben ist eben kontrastreicher als der Unterschied kleiner Symbole, die alle in der gleichen Farbe gezeichnet sind.

Zwei Nachteile gibt es allerdings beim Farbcode: Er ist aufwändiger in der Nutzung, da du immer die verschieden farbigen Stifte zur Hand haben musst und dass kann im Alltag richtig nerven. Und wenn du wie ich dazu neigst, dein Bullet Journal kreativ zu gestalten, könnte es ein buntes Farbchaos geben, wenn neben der farblichen Gestaltung auch noch ein Farbcode mit Bedeutungen dazu käme.

Wenn du besonders für Geheimsprachen und Codes zu begeistern bist, dann kannst du dich ja auch mal darin versuchen, beide Systeme zu verbinden. Dann wäre ein grüner Punkt eine Aufgabe für die Arbeit und so weiter.

Ist etwas komplizierter, aber ich kann mir vorstellen, dass man sich auch schnell daran gewöhnt und die verschiedenen Kombinationen bald liest, als würde man ein neues Schriftsystem lernen – da macht es schließlich auch irgendwann klick.


Artikel geschrieben von Nicole

Bullet Journal Zubehör – Was brauchst du für den Anfang?

Du möchtest mit einem Bullet Journal starten? Prima! Jetzt stellt sich nur ganz schnell die Frage, was du dafür eigentlich brauchst. Zumindest ging es mir so, dass ich das ganze total spannend fand, mich aber erstmal gefragt habe, ob ich dafür viel Geld in die Hand nehmen muss?!

Die Antwort darauf lautet definitiv: Nein! Denn du kannst mit jedem beliebigen Notizbuch und einem Stift starten.

Es gibt noch eine ganze Menge, was du verwenden kannst, um dein Bullet Journal nach deinem eigenen Geschmack zu gestalten. In diesem Blogbeitrag konzentriere ich mich aber auf 3 Basics die für den Anfang wichtig sind. Und ein paar Tipps, welches Zubehör dir die Planung vereinfacht, habe ich auch für dich.

Hier kommen auch schon die wichtigsten Dinge und worauf du jeweils achten solltest:

Das Notizbuch

Damit fängt natürlich alles an. Ein Notizbuch zu kaufen klingt erstmal sehr simpel, aber wenn man loszieht, kann einen die Auswahl doch ein bisschen überfordern – kariert, punktiert, liniert, hardcover oder softcover, und dann gibt es noch jede Menge verschiedener Formate.

Für ein Bullet Journal würde ich dir auf jeden Fall empfehlen, die typische Punktierung zu wählen. Sie bietet eine bessere Orientierung auf der Seite als ein liniertes Layout. Aber gleichzeitig sind die Punkte unauffälliger als die durchgezogenen Linien bei karierten Seiten.

Mach dir auch Gedanken, welche Größe gut zu dir passt. Wenn du viel unterwegs bist und kleine Handtaschen liebst, ist ein Pocket Format für dich wahrscheinlich praktisch. Wenn du aber viel Platz für die Planung haben willst und gerne mehr auf einer Seite unterbringen möchtest, dann suche dir ein größeres Format aus. Ich selbst verwende ein A5 Format. Das hält für mich genau die richtige Mitte (und meistens habe ich Handtaschen, die dafür auch groß genug sind).

Ich empfehle dir außerdem darauf zu achten, dass dir die „Haptik“ des Notizbuches gefällt – wie fühlt sich das Papier für dich an, bleibt das Notizbuch offen auf dem Tisch liegen oder fällt es von selbst immer wieder zu (das kann nerviger sein, als man denkt!), ist das Papier stark genug?

Der Preis kann natürlich auch eine wichtige Rolle spielen. Frage dich hier vor allem, ob du das ganze erst ausprobieren möchtest, dann wäre es nicht so ein „Verlust“, wenn du eine günstigere Variante nimmst, falls du feststellst, dass Bullet Journaling dir doch nicht zusagt. Ich selbst war mir relativ sicher, dass mir das Bullet Journaling gefallen würde, daher habe ich auf etwas mehr Qualität geachtet und etwa 20 Euro für das Notizbuch ausgegeben. Immerhin wird es Erinnerungen für ein ganzes Jahr beherbergen.

Die Stifte

Der wichtigste Stift ist definitiv ein schwarzer Fineliner. Auch wenn ich viele verschiedene Stifte benutze, um Bullet Journal Seiten anzulegen, ist der einfache Fineliner der Stift, mit dem ich täglich arbeite und alles eintrage.

Du solltest darauf achten, dass er in deinem Bullet Journal nicht durchdrückt. Ich selbst arbeite auch gerne mit wasserfesten Finelinern, denn dann kann ich mit Markern oder anderen farbigen Stiften darüber gehen, um beispielsweise etwas hervorzuheben.

Außerdem finde ich es praktisch, neben einem Fineliner für jeden Tag auch noch weitere Stärken zu haben, sodass ich Überschriften größer Schreiben kann und die Schrift etwas dicker ist. Genauso eigenen sich natürlich auch etwas schmalere Fineliner, um kleinere Randnotizen hinzuzufügen oder mehr Text auf eine Seite zu bekommen, die schon etwas voller ist. Ich nutze verschiedene Stärken auch beim Zeichnen, ob für die Umrandung der Wochentage oder Zeichnungen, mit denen ich das Bullet Journal verziere.

Wie schon erwähnt, kann man außerdem noch Marker einsetzen. Das reicht von einfachen Textmarkern, über Filzstifte bis Künstlertuschestiften. Mir gefallen pastellige Farben gut, aber auch mit kräftigeren Farben habe ich schon experimentiert. Für den Start hatte ich mir eine große Packung mit Filzstiften besorgt.

Das bietet den Vorteil, dass man mehr Farbabstufungen hat. So ist es leichter, einen Farbton zu finden, der einem wirklich gefällt. Außerdem kann man so ein Layout ganz in einer Farbfamilie gestalten – wie etwa in Blau – hat aber trotzdem etwas Abwechslung, weil man verschiedene Blautöne einsetzen kann.

Praktische Helfer

Wenn man vor der weißen Seite eines leeren Bullet Journals sitzt, kann das schon etwas beängstigend sein – man möchte sich ja auf keinen Fall verschreiben. Ich glaube, da darf man – gerade zu Beginn – wirklich entspannter sein.

Denn ehrlich gesagt: Es wird passieren! Jedem von uns passiert es hin und wieder, dass er sich verschreibt im Bullet Journal. Das gehört dazu und ist gar nicht so schlimm, immerhin ist das Bullet Journal handmade!

Du siehst, man kann selbst bei diesen einfachen Basics auf einiges achten. Aber lass dich davon nicht abhalten, einfach zu starten – weniger optimierte Materialien tun es auch. Vor allem für den Anfang!

Um dem trotzdem ein bisschen entgegenzuwirken, kann man sich aber mit ein paar ganz einfachen Tools helfen. Dazu gehören vor allem Bleistift, Lineal und Radiergummi. Wenn du alles erst einmal mit einem Bleistift vorschreibst und vorzeichnest, kannst du viel entspannter an die weiße Seite rangehen. Im Zweifelsfall kannst du eben alles wieder wegradieren.

Für den Bleistift empfehle ich dir einen mittleren Härtegrad. Wenn der Bleistift zu hart ist, könnte er in das Papier kratzen, wenn er zu weich ist, kommt zu viel „Farbe“ auf das Papier und könnte verschmieren. Ich benutze gerne Bleistifte in der Stärke 2B.

Beim Radiergummi solltest du auf jeden Fall darauf achten, dass es keine farbigen „Schlieren“ zieht. Ein weißes eignet sich da vielleicht besser. Ich persönlich benutze sogar ein Knetradiergummi. Das ist tatsächlich von der Konsistenz wie Knete und hinterlässt keine Krümmel, was besonders angenehm ist.

Außerdem kann dir auch ein Lineal dabei helfen, möglichst grade Linien zu ziehen oder Schriftzüge schön mittig auf der Seite zu platzieren (falls du keine Lust hast, die Kästchen abzuzählen).


Artikel geschrieben von Nicole

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